Nach knapp 4.600 Kilometern durch vier Länder und über 121 Pässe kann ich sagen: Die Zontes 703F hat einen richtig guten Job gemacht.
Mit einem Durchschnittsverbrauch von rund 5,3 Litern auf 100 Kilometer ging es über kleine Bergstraßen, unzählige Kurven und lange Tagesetappen. Meist war ich zwischen 300 und 500 Kilometer am Tag unterwegs – und gerade bei diesen langen Fahrtagen hat sich auch das für mich größte Manko der Zontes gezeigt: die Sitzbank… viel zu hart. Auf kürzeren Strecken ist die Sitzbank für mich völlig okay. Wenn man allerdings viele Stunden am Stück auf dem Motorrad verbringt, wird sie irgendwann wirklich unangenehm. Für die Langlebigkeit der Sitzbank ist die straffe Polsterung vielleicht gar nicht schlecht, für einen langen Tag auf dem Motorrad aber definitiv verbesserungswürdig.
Neben der Sitzbank würde ich noch die Schräglangenfreiheit etwas bemängeln. Mit und ohne Koffer. Das Gute daran: das Aufsetzten der Fußrasten (bzw dessen Angstnippel – siehe Foto) kann man sehr gut kontrollieren. Und von Angstnippel bis dann der Ständer aufsetzt (der einen dann wirklich aushebeln würde), muss die Fußraste schon fast eingeklappt sein.
Proletarischer Fun-Fact: In Applauskurven gucken die Leute eh schon wegen der eigenartigen / unbekannten Optik der Zontes – und wenn man dann noch die ganze Kurve durchschleift gucken wirklich alle 😀
Mehr in die Kurve legen (bzw. nen „Hanging-Off“) helfen übrigens gegen das Aufsetzen. Aber auf langen Tagesetappen und in engen Tornanti macht man (bzw. ich) das mit som Adventure-Bike nicht wirklich durchgehend.
Die neue Scheibe hat sich gelohnt: Richtig begeistert bin ich von der neuen Scheibe. Die Investition hat sich auf dieser Tour definitiv bezahlt gemacht. Der Windschutz ist so gut wie auf noch keinem Motorrad bisher. Ich hatte fast durchgehend die Scheibe hoch und das Visier offen.
Was noch?
- Der Quickshifter ballert einen geil durch die Serpentinen – benutzte ich aber sehr selten
- Startverhalten immer super
- Gasannahme bzw Lastwechsel (wie man überall liest) etwas ruppig, aber absolut in Ordnung.
- Fahrmodus Sport fühlt sich rein nach anderer Kennlinie am Gasgriff an. Da kann man auch einfach mehr drehen.
- ABS Onroad arbeitet vorne ok, hinten ehr schlecht bzw. langsam. Es fühlt sich ohne kontrollierter an. Nervig, dass man es bei jeder Fahrt ausstellen muss (müsste).
- TCS hingegen super
- Die Koffer sind der Hammer. Am alten Mopped hatte ich seitlich aufgehende. Die der Zontes haben keine Schwächen. Dicht, leicht, voluminös. Topcase war nicht montiert. Klar fährt es sich ohne besser, aber auch mit den Koffern konnte man gut durch die Berge fahren.
- Reifendruck- und Temperatursensoren funktionieren überraschend gut – Tankanzeige ehr nicht. Mittlerweile fahre ich wie früher eigentlich nur nach Trip.
Ansonsten hatte ich mit der Zontes auf der gesamten Reise richtig viel Spaß – die Maschine hat einfach gemacht, was sie sollte. Eine richtig geile Tour und jede Menge Fahrspaß mit der Kiste!
Wer mehr über die Tour, die Strecken, Pässe und meine Erfahrungen unterwegs lesen möchte, findet den ausführlichen Reisebericht auf asphaltpiraten.de














